bke-Stellungnahmen und bke-Hinweise

Mit bke-Stellungnahmen äußert sich die bke zu Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für das Gebiet der Erziehungs- und Familienberatung. bke-Hinweise geben Anregungen zur praktischen Gestaltung der Arbeit in den Erziehungs- und Familienberatungsstellen. Die Texte in beiden Rubriken sind durch Beschluss des Verbandes autorisiert.


icon Informationen 3/19 - bke-Stellungnahme: Aspekte der Digitalisierung im Kontext Erziehungsberatung
Die Digitalisierung der Gesellschaft ist eines der am häufigsten diskutierten Themen der Gegenwart. Sowohl die technischen Möglichkeiten als auch deren Integration in unterschiedliche Lebensbereiche unterliegen einer rasanten Entwicklung. Das betrifft das familiäre Zusammenleben von Kindern, Jugendlichen und Eltern ebenso wie das Berufsleben. Auch der Arbeitsalltag von Erziehungsberatungsstellen wird durch die Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, in vielerlei Hinsicht schon jetzt bestimmt und unterliegt ständiger Entwicklung, die mit einigen Herausforderungen verbunden ist.
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icon Informationen 2/19 - bke-Stellungnahme: Kinderschutz in der Praxis der Erziehungsberatung
Bei der Befassung mit dem Themenkomplex Kinderschutz ist es notwendig, zunächst die juristische Basis des Begriffs und die daraus entstehenden Implikationen für die Praxis in Erinnerung zu rufen. Die gängige, heute noch gültige und bewährte Definition von Kindeswohlgefährdung geht auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs von 1956 zurück. ... Zu beachten sind dabei der prognostische Aspekt und die Erheblichkeit der zu erwartenden Schädigung des Kindes bzw. des Jugendlichen. Dabei geht es nach Kindler (2014) um die Leitfragen, was die Sorgeberechtigten, in der Regel die Eltern, Schädliches tun bzw. was sie an Notwendigem in Bezug auf die Bedürfnisse eines konkreten Kindes oder eines Jugendlichen unterlassen (Kindler 2014, S. 127).
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icon Informationen 2/19 - bke-Stellungnahme: Wahrnehmen - Beraten - Schützen, Kinder und Jugendliche als Betroffene von Partnerschaftsgewalt
Im Koalitionsvertrag zwischen den aktuellen Regierungsparteien vom Februar 2018 finden sich in Teil III »Familien und Kinder im Mittelpunkt« Aussagen zur »Bekämpfung von Gewalt gegenüber Frauen und ihren Kindern«. Geplant ist ein Aktionsprogramm zur Prävention und zur Unterstützung von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern. Neben umfangreichen Maßnahmen zur Förderung des Problembewusstseins ist die Stärkung und Absicherung von Unterstützungsstrukturen benannt. Im Hintergrund steht das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, das in Deutschland nach der Ratifizierung im Oktober 2017 im Februar 2018 in Kraft getreten ist. Dieser völkerrechtliche Vertrag, besser bekannt als Istanbul-Konvention, ist ein rechtlich bindendes Instrument, das von den staatlichen Organen seit Inkrafttreten in Deutschland umgesetzt werden muss. Ziel der Istanbul-Konvention ist die umfassende Bekämpfung jeglicher Form von Gewalt gegen Frauen. Dazu gehört neben der Prävention und den Möglichkeiten der Strafverfolgung auch die Weiterentwicklung des Hilfesystems (Rabe, Leisering 2018).
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icon Informationen 1/19: Regenbogenfamilien und queere Jugendliche in der Erziehungsberatung
Ein grundsätzliches Wesensmerkmal der Institutionellen Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII ist die Offenheit für alle Kinder, Jugendlichen, Eltern und Familien, die die Voraussetzungen nach § 27 SGB VIII erfüllen. Das heißt konkret, wenn »eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist.« Dabei ist nach § 36a, Abs. 2 geregelt, dass den Anspruchsberechtigten der unmittelbare Zugang zur Erziehungsberatung zuzulassen ist. Die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen findet dann innerhalb der Erziehungsberatung, ggf. im multiprofessionellen Team, statt.
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icon Informationen 1/19: Zur geplanten Reform der Psychotherapie-Ausbildung
Im Januar 2019 ist nach langem Vorlauf der Referentenentwurf zur geplanten Reform der Ausbildung von Psychotherapeut/inn/en, das Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz (PsychThGAusbRefG), vorgelegt worden. Die bke hat fristgerecht die im Folgenden abgedruckte Stellungnahme an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und parallel zur Kenntnis an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gesandt.
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icon Informationen 3/18: Dokumentation – Musterblätter zur DSGVO
Ein Muster-Informationsblatt: Datenschutz und Schweigepflicht sowie einen Muster-Einwilligungserklärung: Verwendung persönlicher Daten im Rahmen des Datenschutzes; erarbeitet von der Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungsberatung Baden-Württemberg e.V.

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icon Informationen 3/18: bke-Hinweis – Zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der Erziehungsberatung
Seit dem 25. Mai 2018 gilt mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der Europäischen Union ein einheitliches Datenschutzrecht. In der Folge wurden auch Anpassungen im Sozialdatenschutz des Sozialgesetzbuches (SGB X, SGB VIII) sowie im Bundesdatenschutzgesetz notwendig, die ebenfalls überwiegend am 25. Mai 2018 in Kraft getreten sind. Änderungen der datenschutzrechtlichen Regelungen im Recht der Kinder- und Jugendhilfe sind bis heute noch nicht erfolgt. Hier werden allerdings auch kaum Änderungen erwartet. Dies begründet sich auch darüber, dass die DSGVO weniger Änderungen der materiellen Rechtslage bringt als vielmehr ihre Stärkung.
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icon Informationen 3/18: bke-Stellungnahme – Beitrag zum gelingenden Aufwachsen muss erfüllt werden können
In Deutschland gibt es rund 1050 Erziehungsberatungsstellen, die auf der Basis des Kinder- und Jugendhilfegesetzes arbeiten und entsprechend gefördert werden. Aufgrund des Bundesgesetzes SGB VIII muss eine möglichst einheitliche Qualität der Leistung Erziehungsberatung zu erwarten sein. Es ist die Aufgabe der bke, für die gesetzeskonforme Qualität der Erziehungsberatung bundesweit einzutreten, sie weiterzuentwickeln und ggf. anzumahnen. In der bke sind die 16 Landesarbeitsgemeinschaften (LAGen) für Erziehungsberatung zusammengeschlossen. Im Vorstand der bke sind alle LAGen vertreten. Dort werden regelmäßig fachliche Stellungnahmen und Hinweise zur Gestaltung der Praxis diskutiert und erarbeitet. Es besteht also ein guter Überblick über die bundesweite Spannbreite, wie Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII in den Regionen umgesetzt wird.
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icon Informationen 2/18: bke-Stellungnahme – Unterschiedliche Familien – zahlreiche Möglichkeiten
Die Diskussion um das gemeinsame Erziehen nach elterlicher Trennung ist derzeit ein wichtiges fachpolitisches Thema der Erziehungs- und Familienberatung bei Trennung und Scheidung. Sie wird begleitet von einer gewachsenen Akzeptanz und Normalität zeitlich begrenzter Liebesbeziehungen Erwachsener, der Intensivierung von Elternschaft sowie von veränderten Rollen von Müttern und Vätern. Gesellschaftlicher Wandel mit dem Leitbild partnerschaftlicher Aufgabenteilung beider Eltern mit selbstverständlicherer gemeinsamer Verantwortung im Betreuungsalltag führen zu einer größeren Bandbreite der Möglichkeiten, wie das familiäre Zusammenleben gestaltet wird – sowohl, wenn die Eltern ein Paar sind, als auch nach einer Trennung; oder zu gelebter Vielfalt von Geburt des Kindes an, wie sie zum Beispiel bei Regenbogenfamilien zu finden ist. Das erfordert eine Weiterentwicklung der gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Betreuungsmodelle getrennt lebender Eltern. Nicht unerheblich für die Beratung sind auch die Lebensbedingungen einer (getrennten) Familie, die nicht zuletzt von den materiellen Möglichkeiten, dem Umfang der notwendigen Erwerbstätigkeit und der Wohnsituation geprägt sind.
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