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Familien in Trennung beraten
Teil 1 von 4: Die Trennung verstehen
Kursnummer: TS 18.1
Referent: Dipl.-Psych. Gesine Götting, Dipl.-Psych. Siegmund Richter
Tagungsstätte: Bildungshaus St. Ursula
PLZ / Ort: 99084 Erfurt
Teilnehmerzahl: 20
Kursgebühr: 350,– Euro / 300,– Euro für Mitglieder der LAG (ohne Unterkunft und Verpflegung)
Datum: 08.10.2018 14:00 Uhr - 12.10.2018 13:00 Uhr
Anmeldeschluss: 30. 7. 2018
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Ziel
Die Teilnehmer/innen haben einen umfassenden Überblick über Historie, Forschung und neueste Entwicklungen zum Thema Trennungs- und Scheidungsberatung. Die Rolle und die Aufgaben der Erziehungsberatung als Teil des Jugendhilfesystems und an den Schnittstellen sind bekannt. Die Teilnehmer/innen des Kurses haben vertiefte Kenntnisse über unterschiedliche Betreuungsmodelle und ihre Wirkungen. Mit dem Phänomen »Hochkonflikthaftigkeit«, seinen Entstehensbedingungen und Ausprägungen, haben sie sich intensiv auseinandergesetzt. Erprobte Interventionsmöglichkeiten und Gesprächstechniken – insbesondere bei der Beratung im Kontext §156 FamFG – stehen den Teilnehmer/innen zur Verfügung. In die eigene beraterische Haltung sind neue Sichtweisen und Erkenntnisse eingeflossen, die ein ressourcenorientiertes Herangehen an das Thema Trennung und Scheidung ermöglichen.

Inhalt
Die folgenden Themen geben eine umfassende Einführung in das Thema und werden in Form von Inputs und gemeinsamer
Dis­kussion erarbeitet:
• Einführung in die Weiterbildungsfolge und Kennenlernen
• Elterntrennung als (kritisches?) Lebensereignis: Historie und Zahlen;
• Ressourcenorientierte Sichtweise der Trennung
• Aufgaben der Erziehungsberatung: Aufklärung und Psychoedukation, Vermittlung zwischen Eltern; Begleitung zur »Zweikernfamilie«, ganzheitlicher Blick auf die Familie mit Einbezug weiterer wichtiger Bezugspersonen; Unterstützung der Kinder
• Betreuungsmodelle als Politikum: unterschiedliche Formen und Definitionen, Empirische Ergebnisse und aktuelle Entwicklungen; In der Diskussion: Das Wechselmodell, kritische Stimmen zu Betreuungsmodellen
• Hochkonflikthaftigkeit als Phänomen: Konstrukt und Stufenmodell »Hoch konflikthafte Elterntrennung«; Forschungsergebnisse und Standards der bke; Systemische Sichtweisen auf »Hochkonflikt«; Reflexion: Warum erscheint die Arbeit mit hoch strittigen Eltern so »schwierig«?
• Zusammenwirken im Trennungskonflikt auf Ebene der Institutionen; §§ 17, 18, (3) und 50 SGB VIII Akteure der Jugendhilfe – Aufgaben, Rolle, Haltung; Auftragsklärung bei Beteiligung des ASD/bei Beteiligung des Familiengerichts; Beratung nach §156 FamFG; Erziehungsberatung im Zwangskontext: Gelingensbedingungen, Möglichkeiten der Umsetzung, Anforderungen an die Berater; Regionale Arbeitskreise
• Praxisbeispiele und Fallarbeit: Prävention: Wie kann eine Beratungsstelle die Aufträge nach §§17, 18 (3) verstehen und umsetzen? Vorstellung eines Praxismodells: Aufgabenverlagerung §50 SGB VIII in die Beratungsstelle

Methoden
• Vortrag
• Kleingruppenarbeit
• Rollenspiel
• Diskussion und Austausch
• Aufstellung
• Fallbearbeitung

Weitere Termine
Teil 2: 10. 12.–14. 12. 2018
Teil 3: 25. 3.–29. 3. 2019
Teil 4: 20. 5.–22. 5. 2019

Alle vier Teile sind nur komplett buchbar.

Hinweis
Allgemeine Teilnahme­voraussetzungen für Weiter­bildungsfolgen siehe Seite 40


Nachfolgende Bildungsmaßnahmen:

Familien in Trennung beraten
Teil 2 von 4: Getrennte Eltern beraten
Kursnummer: TS 18.2
Referent: Dr. Katharina Behrend, Dipl.-Soz. Päd. Ulric Ritzer-Sachs
Tagungsstätte: Bildungshaus St. Ursula
Teilnehmerzahl: 20
Kursgebühr: 350,– Euro / 300,– Euro für Mitglieder der LAG (ohne Unterkunft und Verpflegung)
Datum: 10.12.2018 14:00 Uhr - 14.12.2018 13:00

Ziel
Mit Teil zwei haben die Teilnehmer/innen vertiefte und umfassende Kenntnisse über Dynamiken, problematische Verläufe und deren mögliche Konsequenzen in Trennungsfamilien. Wesentliche Aspekte der Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Familiengericht sind bekannt. Die Teilnehmer/innen kennen verschiedene Interventionen und Methoden, mit denen sie zwischen Eltern vermitteln und sie dabei unterstützen können, trotz Trennungskrise ihre Erziehungsverantwortung wahrzunehmen.

Inhalt
Das Schwerpunktthema des zweiten Kursteiles ist die Trennungssituation in ihrem Verlauf und ihren Ausprägungen. Die aus der Paardynamik entstehenden Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Vermittlung zwischen Eltern stehen im Vordergrund. Eine Familienrichterin wird als externe Referentin Aufgaben und Rolle des Familiengerichts bei Trennung und Scheidung vorstellen und mit den Teilnehmenden die Schnittstellen diskutieren. Der Kursteil umfasst das gesamte Spektrum von der einvernehmlichen Trennung bis zum hoch konflikthaften Zustand des Elternpaares:
• Auswirkungen von Trennung auf Familie: Typische Paardynamiken; Die Trennung von Paarebene und Elternebene; Instrumentalisierung von Kindern im Trennungskonflikt
• Kooperationspartner Familiengericht: Aufgaben, Haltung der Familienrichterin, Wünsche an Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatung, Schwierigkeiten/Fallstricke in der Kooperation
• Praxisbeispiele und Fallarbeit: Gestaltung des Settings; Gesprächsführung: Strategien zur Deeskalation; Beraten im Zwangskontext; Umgang mit Gewalt und Gewaltvorwürfen; Neue Medien für die Arbeit mit den Eltern: Beispiel Hochkonflikt-Chat

Methoden
Vortrag, Kleingruppenarbeit, Diskussion und Austausch, Rollenspiel, Lebensflussarbeit, Familienbrett

Weitere Termine
Teil 3: 25. 3.–29. 3. 2019
Teil 4: 20. 5.–22. 5. 2019

Meldeschluss
für Änderungen bzgl. Unterkunft/Verpflegung: 1. 10. 2018

Alle vier Teile sind nur komplett buchbar.