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Die vergessenen kleinen Angehörigen
Kinder psychisch erkrankter Eltern
Kursnummer: E 18.21
Referent: Dipl.-Psych. Andreas Schrappe
Tagungsstätte: Tagungszentrum Schmerlenbach
PLZ / Ort: 63768 Hösbach
Teilnehmerzahl: 20
Kursgebühr: 210,– Euro / 170,– Euro für Mitglieder der LAG (ohne Unterkunft und Verpflegung)
Datum: 19.11.2018 14:00 Uhr - 22.11.2018 13:00 Uhr
Anmeldeschluss: 13. 8. 2018
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Ziel
In der Fortbildung werden Kenntnisse über psychische Erkrankungen bei Eltern und ihre Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten ihrer Kinder erlangt. Es sind Beratungskonzepte bekannt, mit denen die Fachkräfte in Erziehungsberatungsstellen und vergleichbaren Einrichtungen sowohl betroffenen Kindern als auch Eltern bei der Bewältigung im Familienalltag helfen können.

Inhalt
Bei der Unterstützung von Familien, in denen Mutter/Vater zum Beispiel an Depression, schizophrener Psychose oder Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden, spielen Erziehungs- und Familienberatungsstellen eine besondere Rolle. Auch in der (sozial-) psychiatrischen Versorgung werden die psychisch belasteten Eltern zunehmend wahrgenommen. Die Fachkräfte aller beteiligten Einrichtungen benötigen Basiskompetenzen und Kooperationsstrukturen, um diesen Familien gut helfen zu können.

Die Kinder haben ein erhöhtes Risiko, später in ihrem Leben die gleiche oder eine andere psychische Störung zu entwickeln. Um die Situation zu bewältigen, brauchen die Kinder Aufklärung, emotionale Orientierung und stabile Bezugspersonen. Die Eltern benötigen ebenfalls Unterstützung, um den Aufgaben von Elternschaft und Erziehung gerecht werden zu können.

In der Fortbildung werden an ausgewählten Störungsbildern (einschließlich Suchterkrankung) die Folgen für Kinder und Eltern dargestellt und zentrale beraterische Strategien vermittelt. Auch das Vorgehen bei postpartalen Krisen sowie Aspekte der Kindeswohlgefährdung werden behandelt. Eingegangen wird schließlich auf Gruppenangebote für betroffene Kinder, wie sie im Würzburger Fachberatungsangebot entwickelt wurden, sowie auf aufsuchende Hilfeformen. Im letzten Teil wird vermittelt, wie die Kooperation zwischen den Versorgungsbereichen Psychiatrie, Eingliederungshilfe und Jugendhilfe etabliert werden kann, und wie sich Beratungsstellen entwickeln können, wenn sie sich dieser Zielgruppe öffnen wollen.

Methoden
Gearbeitet wird mit einem Wechsel von Referat, Einzel- und Gruppenarbeit, Rollenspielen und der Präsentation geeigneter Medien wie Kinderbücher oder Filme. Die Teilnehmenden erhalten ein ausführliches Skript.