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NEU: Flucht und Trauma
Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien
Kursnummer: E 18.20
Referent: Dipl.-Psych. Karin Jacob, Dipl.-Psych. Anisa Saed-Yonan
Tagungsstätte: CVJM-Familienbildungsstätte Huberhaus
PLZ / Ort: 38855 Wernigerode
Teilnehmerzahl: 20
Kursgebühr: 190,– Euro / 160,– Euro für Mitglieder der LAG (ohne Unterkunft und Verpflegung)
Datum: 14.11.2018 14:00 Uhr - 16.11.2018 13:00 Uhr
Anmeldeschluss: 7. 5. 2018
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Ziel
Die Teilnehmenden erfahren eine Stärkung ihrer Professionalität, indem sie kultursensibles und traumatherapeutisches Wissen erlangen und in die Lage versetzt werden, Ressourcen von geflüchteten Kindern und ihren Familien zu erkennen und zu nutzen. Sie sind handlungssicherer im Umgang mit den Familien und können Grenzen der eigenen Handlungsfähigkeit erkennen.

Inhalt
Etwa die Hälfte aller nach Deutschland kommenden Geflüchteten ist durch Kriegs- und Gewalterfahrungen traumatisiert. Ein hoher Anteil hat in den Herkunftsländern und während der Flucht Dinge erlebt, die psychisch schwer belastend sind. Die Aufnahmebedingungen, unter denen die Geflüchteten hier in Deutschland leben, erhöhen oft zusätzlich den Stress.

Neben nötigem Wissen über die Herkunftsländer und über migrationssensible Interventionsmöglichkeiten widmet sich der Kurs der Sensibilisierung für interkulturelles Arbeiten und der beruflichen Handlungssicherheit in der Arbeit mit Klientinnen und Klienten aus fremden Kulturkreisen.

Einführend wird erläutert, was ein Trauma ist und was für Folgen daraus entstehen. Welche Ressourcen und Potentiale die geflüchteten Familien mitbringen, und wie sie für die Arbeit genutzt werden können, ist ein weiteres Thema im Kurs. Es werden traumatherapeutische Techniken vermittelt, demonstriert und geübt, die helfen, die Selbstheilungskräfte wirksam zu unterstützen. Gemeinsam wird erarbeitet, welche Ressourcen bereits für diese herausfordernde Tätigkeit vorhanden sind und wie es gelingt, sich vor eigener »Mitempfindungsmüdigkeit« zu schützen. Der Austausch über bisherige Werte und Haltungen, Perspektiven und Bilder ist schließlich hilfreich, um den spezifischen Hilfebedarfen geflüchteter Familien gerecht zu werden.

Methoden
• fachlicher Input
• Erfahrungsaustausch
• Übungen und Fallbeispiele
• kleine Intervisionsgruppen