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NEU: Warum der große Zirkuselefant nicht einfach wegläuft
Gestalttherapeutische Interventionen zur Verbesserung innerfamiliärer Beziehungen und Kommunikation
Kursnummer: E 18.17
Referent: Dipl.-Psych. Silvia Keil de Ballon
Tagungsstätte: Haus Marienhof
PLZ / Ort: 53639 Königswinter
Teilnehmerzahl: 20
Kursgebühr: 190,– Euro / 160,– Euro für Mitglieder der LAG (ohne Unterkunft und Verpflegung)
Datum: 07.11.2018 14:00 Uhr - 09.11.2018 13:00 Uhr
Anmeldeschluss: 1. 10. 2018
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Ziel
Beraterinnen erreichen in Familien eine Verbesserung der innerfamiliären Beziehungen durch mehr Bewusstheit und Achtsamkeit im Erleben und Verhalten gegenüber anderen und sich selbst. In schwierigen Situationen können für die Eltern neue Handlungsweisen sichtbar gemacht und ermöglicht werden.

Inhalt
Erlebnis- und Verhaltensmuster werden in frühster Kindheit durch die Familie mit den nächsten Bezugspersonen erlernt. Schon das Neugeborene passt sich dabei bestmöglich an die Umgebung an, die es vorfindet. Die vorhandene Umwelt stellt die Normalität für das heranwachsende Kind dar, es kann sie nicht in Frage stellen. Die dabei entstandenen Erlebnis- und Verhaltensweisen, die in der Kindheit sinnhaft waren, werden im Erwachsenenalter unbewusst weiter gelebt. Hier sind diese Muster häufig nicht mehr sinnhaft und verursachen Konflikte in den Beziehungen mit den Kindern und/oder den Partnern. Der Erwachsene bleibt im Käfig seiner Kindheitserfahrungen gefangen, gleich einem großen Zirkuselefanten, der an einen kleinen Pflock gebunden leicht in die Freiheit entfliehen könnte. Als junger Elefant hat er jedoch die Erfahrung gemacht, dass er nicht stark genug war und heute glaubt er, es ebenfalls nicht zu sein ( angelehnt an eine Geschichte aus: Jorge Bucay: »Komm, ich erzähl dir eine Geschichte«). Mit Hilfe gestalttherapeutischer Interventionen können destruktiv wirkende Verhaltensmuster bewußt gemacht und aufgelöst werden. Es kommt langfristig zu deutlich verbesserten Beziehungen und konstruktiver Kommunika­tion innerhalb der Familie.

Der Kurs schließt einen Input zu Grundlagen der Gestalttherapie und zum Zusammenhang von Bindung und Beziehung ein. Im Zentrum steht jedoch die Achtsamkeit sowohl eigenen inneren Prozessen gegenüber als auch im Kontakt mit anderen Menschen. Er ist deshalb erlebnis- und körperorientiert sowie emotionsfokussiert gestaltet.

Methoden
Gestalttherapeutische Interventionen wie z. B. Trance- und Imaginationsübungen, Körperarbeit, Arbeit mit inneren Bildern, symbolische Arbeit mit Figuren und Tieren, Aufstellung, Konzept des inneren Kindes, Ressourcen und Kraftquellen nutzen, Arbeit mit Geschichten, Selbsterfahrung, achtsamkeitsbasierte Übungen.