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Teil 1 von 2: Konzepte der Schematherapie in der Beratung mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
Kursnummer: E 18.12a
Referent: Dr. Christof Loose
Tagungsstätte: Tagungszentrum Schmerlenbach
PLZ / Ort: 63768 Hösbach
Teilnehmerzahl: 20
Kursgebühr: 200,– Euro / 170,– Euro für Mitglieder der LAG (ohne Unterkunft und Verpflegung)
Datum: 24.09.2018 14:00 Uhr - 26.09.2018 13:00 Uhr
Anmeldeschluss: 18. 6. 2018
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Ziel
Die Teilnehmer/innen dieses zweiteiligen Kurses haben Kenntnisse über zentrale Aspekte und grundlegende Konzepte der Schematherapie. Sie erkennen hinter emotionalen und Verhaltensproblemen die zugrunde liegenden psychischen Grundbedürfnisse, können diese mit fehlangepassten (maladaptiven) Schemata in Verbindung bringen und sind in der Lage, diese Kenntnisse altersangemessen und bildungsunabhängig Kindern, Jugendlichen und deren elterlichen Bezugspersonen zu vermitteln. Sie kennen ihre eigenen Schemata und sind in der Lage, damit verbunden Selbstfürsorge zu praktizieren (Burnout-Prophylaxe).

Inhalt
Im Kurs werden zunächst die Grundzüge der Schematherapie (ST) nach Young skizziert, um im Verlauf auf Inhalte der Schemaberatung und des Schema-Coachings mit Eltern zu fokussieren. Im Zentrum des gesamten Kursangebotes stehen die Vermittlung und Einübung von Strategien, die sich in der schema- und modusgeleiteten verhaltenstherapeutischen Praxis im Kindes- und Jugendalter bewährt haben.

Die ST kann im Kontext der sogenannten »dritten Welle« der Verhaltenstherapie eingeordnet werden und bezieht besonders die Emotionen, aber auch entwicklungspsychologische Gesichtspunkte zentral in ihre diagnostischen und therapeutischen Überlegungen mit ein. Schemata gelten dabei als tiefverwurzelte, fehlangepasste Muster (z. B. Misstrauen oder emotionale Entbehrung), die aufgrund einer Interaktion von Temperament und emotionsintensiver psychosozialer Schlüsselsituationen (z. B. Deprivationserfahrungen durch die Eltern oder Betreuungspersonen) entstanden sind. Darüber hinaus beruht Schematherapie auch auf einem Modell der »psychischen Grundbedürfnisse« und ihrer »Schicksale« im Lebensverlauf. Daher scheint die ST im Bereich der Kinder- und Jugendlichentherapie einerseits, aber auch in der Elternarbeit bzw. Erziehungsberatungsstelle besonders geeignet, diagnostische, beratende und handlungsleitende Konzepte zu generieren.

Im ersten einführenden Teil liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung des schematherapeutischen Erklärungsmodells (Grundbedürfnisse, Schemata, Bewältigungsstrategien, Modi) und wie dieses im Beratungskontext mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern erarbeitet werden kann. Erste Möglichkeiten der Diagnostik werden vermittelt und z.T. eingeübt wie z. B. die Verwendung von Stammgeschichten, »Imaginäres Elterninterview«, Modus-Skizze und Modus-Interview.

Im Vertiefungsteil, der einige Monate später stattfindet, wird zunächst auf Selbsterfahrungsaspekte eingegangen, die sich in eigenen Triggern und möglichen maladaptiven Schemata im Beratungskontext zeigen können. Vor dem Hintergrund der bisherigen Praxiserfahrungen mit dem Konzept in der Arbeit vor Ort werden daran anknüpfend modusspezifische Interventionen vorgestellt, die auch im Beratungskontext gut integrierbar sind (z. B. Spieltherapie, Imaginationsübungen wie »Reise zum Clever-Modus«, Einsatz von Moduskarten sowie Modus-Memo).

Im Blick auf die Elternarbeit spielen zunächst elterliche Ressourcen, Bedürfnisse und Familienstrukturen eine Rolle. Dabei werden Edukationshilfen zum Schema- und Moduskonzept und die Vermittlung typischer dysfunktionaler Modus-Konstellationen zwischen Eltern und Kind (z. B. Vermittlung des Teufelskreises in der Erziehung in Verbindung mit dem Modus-Konzept) aufgezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt wird beim Thema Elternarbeit auf das Schema-Coaching gelegt, in dem Transaktionsprozesse zwischen Eltern und Kind beleuchtet werden.

Methoden
Die Fortbildung bietet neben grundlegender Theorievermittlung viel praktische Anschauung durch Bild- und Videomaterial sowie kleine Übungen zur Übertragung in die eigene praktische Arbeit. Die vorgestellten schematherapeutischen Ansätze und Methoden sind zudem gut integrierbar in systemische Beratungskontexte, so dass im Allgemeinen an dort vorhandenes Wissen angeknüpft werden kann.

Zielgruppe
Der Kurs ist sowohl für erfahrene Fachkräfte der Beratung geeignet, wie auch für BerufsanfängerInnen.

Achtung!
Mit der Anmeldung zu diesem Kurs sind Sie automatisch für den Vertiefungsteil E18.12b angemeldet.

Termin E 18.12b
11. 3.–13. 3. 2019

Änderungen
bzgl. Unterkunft und Verpflegung bis 11. 12. 2018