bke-Stellungnahmen und bke-Hinweise

Mit bke-Stellungnahmen äußert sich die bke zu Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für das Gebiet der Erziehungs- und Familienberatung. bke-Hinweise geben Anregungen zur praktischen Gestaltung der Arbeit in den Erziehungs- und Familienberatungsstellen. Die Texte in beiden Rubriken sind durch Beschluss des Verbandes autorisiert.


icon Informationen 3/16: bke-Hinweis - Statistische Erfassung einzelfallunabhängiger Aktivitäten von Erziehungsberatungsstellen
Die statistische Erfassung der Tätigkeiten in den verschiedenen Arbeitsbereichen hat in der Erziehungsberatung eine wichtige Bedeutung; zum einen hinsichtlich der Darstellung der geleisteten Arbeit in der Fachöffentlichkeit und bei den politisch Verantwortlichen, zum anderen für eine fundierte Planung zukünftiger Aktivitäten und Schwerpunkte. Während die bke-Erhebungsmerkmale zur Erfassung von Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII auf der Bundesstatistik aufbauen und dadurch auch ihre Struktur bekommen, gibt es eine solche bundeseinheitliche Vorgabe bei der Erhebung der fallunabhängigen Aktivitäten einer Erziehungsberatungsstelle nicht.
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icon Informationen 3/16: bke-Stellungnahme - Unterstützung und Hilfe für Kinder und Jugendliche mit psychisch erkrankten Eltern
Die Belange von Kindern und Jugendlichen, in deren Familie Vater, Mutter oder beide psychisch erkrankt sind, sind in den letzten Jahren weiter in den Blick der Fachöffentlichkeit gerückt. Insbesondere die Notwendigkeit der interdisziplinären Unterstützung und das Zusammenwirken der Fachkräfte, die sich aus der Zuständigkeit mehrerer Sozialgesetz­bücher ergibt, die die Hilfen regeln, ist dabei in den Fokus genommen worden. Unterschiedliche Strukturen und Herangehensweisen in den Systemen Gesundheitswesen und Jugendhilfe erschweren in der Praxis leicht den Blick auf den konstruktiven Abstimmungsbedarf zwischen den Handlungsfeldern zugunsten der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien. Im Netzwerk der Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten spielt Erziehungsberatung eine wichtige Rolle. Insbesondere die für alle Familienmitglieder gegebene Möglichkeit, die Fachkräfte der Erziehungsberatung unkompliziert und niedrigschwellig erreichen zu können, ist von hervorzuhebender Bedeutung.
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icon Informationen 2/16: bke-Stellungnahme - Aspekte der Beratung von Familien im Kontext Flucht und Asyl
Die Angebote von Erziehungsberatungsstellen stehen allen Kindern, Jugendlichen und Eltern offen – unabhängig von deren Herkunft und Aufenthaltsstatus. Vor allem Kinder und Jugendliche aus Familien in kritischen und krisenhaften Lebenssituationen, also auch Migranten- und Flüchtlingsfamilien sowie begleitete und unbegleitete minderjährige Asylbewerber sind in besonderer Weise zu berücksichtigen, da bei ihnen von einer erhöhten Vulnerabilität und von vermehrtem Beratungsbedarf ausgegangen werden kann. Das setzt voraus, die Angebotsstruktur der Beratungsstellen primär an den Bedarfslagen von Menschen mit Fluchterfahrung zu orientieren und erst sekundär an Spezifika des Trägerprofils oder an fachlichen Besonderheiten im Team der Beratungsstelle.
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icon Informationen 2/16: bke-Hinweis - Entbindung von der Schweigepflicht
Erziehungsberatung als Leistung der Jugendhilfe erfolgt grundsätzlich zum Wohle der Kinder und Jugendlichen, deren Eltern die Beratung aufsuchen, zur Förderung der Erziehungsfähigkeit der Eltern sowie der gesunden Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Kinder und Jugendliche nehmen auch aus eigenem Antrieb in einer Not- und Konfliktlage nach § 8 Abs. 3 SGB VIII Beratung in Anspruch. Ihre Anliegen stehen immer im Mittelpunkt bei der Planung des beraterischen Vorgehens, unabhängig davon, von wem die Initiative zur Beratung ausgeht, von ihnen selber, von den Eltern oder von anderen erzieherisch verantwortlichen Personen. Das vernetzte Arbeiten im Sozialraum und die Kooperation mit anderen Institutionen und Regeleinrichtungen innerhalb und außerhalb der Jugendhilfe gehört standardmäßig zur Fachlichkeit der Erziehungsberatung. Auch dabei ist das Wohl der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Familien stets handlungsleitend.
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icon Informationen 2/16: bke-Stellungnahme - Chancen und Risiken einer familienergänzenden Betreuung für Kleinkinder unter drei Jahren
Seit August 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf eine familienergänzende Betreuung für Familien mit Kindern ab dem 1. Lebensjahr. Die Kinderkrippe gehört heute zum gesellschaftlichen Alltag. Dennoch wird die Diskussion um das Für und Wider der Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren weiter sehr kontrovers geführt. Bedauerlicherweise steht dabei oft nicht das Ziel einer möglichst positiven kindlichen Entwicklung im Vordergrund. Stattdessen sind die Diskussionsbeiträge häufig ideologisch motiviert oder werden von fachfremden Positionen dominiert.
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icon Informationen 1/16: bke-Hinweis - Dokumentationsbogen zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung
Einen Hinweis, was bei der Dokumentation von Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII zu beachten ist, hat die bke 2012 veröffentlicht. Nun ist in der Kommission für Rechtsfragen der bke der vorliegende Dokumentationsbogen (ab S. 16) zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung entwickelt und vom Vorstand der bke verabschiedet worden. Die bke legt damit einen Leitfaden zur Dokumentation vor, der den Anforderungen der gesetzlichen Vorgaben im SGB VIII und im BKiSchG entspricht.
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icon Informationen 1/16: bke-Hinweis - Die Rechte der Ratsuchenden stärken
Im Februar 2013 ist das Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten, das so genannte Patientenrechtegesetz (PatRG) in Kraft getreten. Es handelt sich um ein Artikelgesetz, mit dem insbesondere das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das SGB V (Gesetzliche Krankenversicherung) modifiziert wurden. Ziel des Gesetzes ist es, die Stellung des Patienten im Gesundheitssystem zu stärken sowie durch transparente Regelungen Patientinnen und Patienten aber auch Behandelnden Rechtssicherheit zu geben.
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icon Informationen 1/16: bke-Stellungnahme - Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes
Am 1. Januar 2012 ist das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) in Kraft getreten. In dessen Artikel 4 ist vorgegeben, dass bis Ende des Jahres 2015 ein Bericht zur Evaluation des Gesetzes vorgelegt werden soll. Mithilfe zahlreicher aufeinander abgestimmter Forschungsprojekte, unter Einbezug der Länder, kommunaler Spitzenverbände, öffentlicher und freier Träger, anderer Bundesministerien sowie von Fachverbänden u. a. wurde nun im Dezember 2015 von der Bundesregierung ein sehr differenzierter und lesenswerter Bericht veröffentlicht. Die bke war an dem Prozess zur Erstellung des Berichts beteiligt (vgl. bke 2015).
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icon Informationen 3/15: bke-Stellungnahme - Kinder ganzheitlich wahrnehmen
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat mit Gültigkeit von April 2015 bis April 2020 eine Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und/oder Rechtschreibstörung (Registriernummer 028-044) auf S3-Niveau verabschiedet. Die AWMF wurde 1962 gegründet und umfasst heute 171 wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaften. Die AWMF nimmt u.a. Aufgaben der Zusammenarbeit im medizinischen Bereich wahr und publiziert dazu Leitlinien für Diagnostik und Therapie im Internet (1).
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icon Informationen 3/15: bke-Stellungnahme - Das Bundeskinderschutzgesetz in der Praxis
Im Rahmen der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes (BKiSchG) ist die bke zu Beginn des Jahres darum gebeten worden, eine Stellungnahme anhand bestimmter Leitfragen abzugeben. Die Evaluation ist in Artikel 4 BKiSchG gesetzlich vorgegeben und wird von einem Forschungsverbund aus Deutschem Jugendinstitut (DJI) und der TU Dortmund durchgeführt. Evaluation bedeutet in diesem Zusammenhang: Kontrolle der Zielerreichung des Bundeskinderschutzgesetzes. Die vorliegende bke-Stellungnahme ist auf der Basis einer ausführlichen Erörterung der Rückmeldungen entstanden, die die bke im Rahmen dieser Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes gegeben hat.
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icon Informationen 2/15: bke-Onlineberatung - Zehn gute Gründe
Das Konzept der bke-Onlineberatung basiert auf der Kooperation mit den örtlichen Erziehungsberatungsstellen. Aktuell folgen 78 Einrichtungen der Entscheidung der Landesjugendminister aus dem Jahr 2003, eine erfahrene Fachkraft für ein festgelegtes Stundenkontingent (zwischen 5 und 10 Stunden pro Woche) in die bke-Onlineberatung zu delegieren. Zunehmend mehr Erziehungsberatungsstellen entscheiden sich für eine kontinuierliche Kooperation mit der bke-Onlineberatung. Ein Anteil von über 80% der Stellen hat sich über die zunächst vereinbarte Mindestvertragsdauer von 24 Monaten hinaus für die Weiterführung der Kooperation entschieden. Diese Entwicklung bestätigt, dass die Kooperation für beide Seiten sinnvoll und gewinnbringend ist. Die Erfahrungen zeigen viele positive Effekte für die örtlichen Beratungsstellen und die mitwirkenden Fachkräfte.
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icon Informationen 2/15: bke-Projekt - Der Hochkonflikt-Chat
Das »virtuelle Beratungszimmer« bei hoch eskalierten Elternkonflikten stellt ein Novum dar. In der bke-Onlineberatung sind alle Beratungsprozesse anonymisiert. Weder Fachkräfte noch Ratsuchende kennen sich persönlich, die Klarnamen sind nicht bekannt und sollen es auch nicht werden. Das ist einer der konzeptionellen Grundpfeiler der bke-Onlineberatung. Ratsuchende und Fachkräfte treten in Textform zueinander in Kontakt, die Realidentität wird nicht gelüftet. Auf paraverbale Informationen wird verzichtet. Es ist daher möglich, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, die sich im örtlichen Umfeld zwar kennen, die sich im Onlineberatungskontext jedoch zunächst als »Unbekannte« begegnen, mit all den Anforderungen an den Umgang mit Unbekannten.
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icon Informationen 3/15: bke-Stellungnahme - Erziehungsberatung und ADHS
Mit dem Beitrag der Erziehungsberatung zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit und ihren Familien befasst sich die bke-Stellungnahme mit dem Titel Erziehungsberatung und ADHS. Dargestellt werden der Blickwinkel und die Herangehensweise der Erziehungsberatung im Kontext des multimodalen Ansatzes im Hilfesystem.
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