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Beratungsintensität/Beratungskontakt


74. Warum werden neuerdings Kontakte in der Beratung erhoben?
Die Bundesstatistik hat bisher nur die Dauer der Beratung erhoben. Dabei konnten z.B. Beratungen über drei Monate in wöchtlichem Rhythmus stattfinden und sechsmonatige Beratungen mit monatlichen Rhythmus. Die zeitlich längeren Beratungen erschienen dennoch vorderhand als die intensiveren. Der Statistik war der Aufwand, der für die Hilfeempfänger jeweils zu leisten war, nicht zu entnehmen. Die Zahl der Kontakte bildet besser ab, wie intensiv eine Beratung erfolgt.

75. Was zählt als Beratungskontakt? Nur die persönlichen Gespräche mit den Ratsuchenden?
Es soll hier die Intensität der Hilfe abgebildet werden, also der Aufwand, der geleistet wird, um die Familie/ den jungen Volljährigen zu unterstützen. Deshalb müssen auch alle Kontakte erfasst werden, die im sozialen Umfeld des Ratsuchenden erfolgen. Dazu gehören insbesondere: Gespräche mit Erzieherinnen der Kindertagesbetreuung, Gespräche mit Lehrkräften an Schulen, Gespräche mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst. Diese Aufzählung ist aber nicht abschließend. Es kann auch das Gespräch mit dem Kinderarzt oder dem Pfarrer geben. (Siehe auch: Frage 80.)

75. Was zählt als Beratungskontakt? Nur die persönlichen Gespräche mit den Ratsuchenden?
Es soll hier die Intensität der Hilfe abgebildet werden, also der Aufwand, der geleistet wird, um die Familie/ den jungen Volljährigen zu unterstützen. Deshalb müssen auch alle Kontakte erfasst werden, die im sozialen Umfeld des Ratsuchenden erfolgen. Dazu gehören insbesondere: Gespräche mit Erzieherinnen der Kindertagesbetreuung, Gespräche mit Lehrkräften an Schulen, Gespräche mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst. Diese Aufzählung ist aber nicht abschließend. Es kann auch das Gespräch mit dem Kinderarzt oder dem Pfarrer geben. (Siehe auch: Frage 80.)

76. Sind telefonisch geführte Erstgespräche, die länger als dreißig Minuten gedauert haben, statistisch als Kontakt zu zählen?
Telefonische Beratungen werden grundsätzlich nicht erfasst. Als Ausnahme kommt lediglich in Betracht, dass im Rahmen einer in persönlichen Gesprächen erfolgenden Beratung auch einmal ein Telefonat längerer Dauer erfolgt. Dieses kann als Kontakt gezählt werden. In Anwendung dieses Grundsatzes kann ein telefonisches Erstgespräch – von mehr als dreißig Minuten Dauer – als Kontakt gezählt werden, wenn sich daran eine Face-to-Face-Beratung anschließt. Bleibt es aber bei diesem telefonischen Erstgespräch so wird es in der Bundesstatistik nicht berücksichtigt.

77. Sind fallbezogene Telefonate mit anderen Fachkräften als Kontakt zu zählen, wenn sie länger als dreißig Minuten gedauert haben?
Auch für die Kontakte im sozialen Umfeld gilt, dass sie im Einzelfall auch telefonisch erfolgen können. Voraussetzung der statistischen Zählung ist, dass die Beratung insgesamt im persönlichen Gespräch erfolgt und dass der Kontakt mit der einbezogenen Fachkraft mehr als dreißig Minuten gedauert hat. (Siehe auch: Frage 75.)

78. Ab wann sollen bei der Beratungsintensität zwei Kontakte für ein stattgefundenes Gespräch angegeben werden?
Ein Beratungsgespräch dauert in der Regel zwischen 45 und 65 Minuten. Eigentlich sollte einem Beratungsgespräch auch ein in die Bundesstatistik gemeldeter Kontakt entsprechen. Nach der derzeitigen Erläuterung zum Erhebungsbogen gilt: Dauert ein Beratungskontakt länger als 60 Minuten, so sind zwei Kontakt anzugeben. Dies gilt ab der 61. Minute.

Wenn ein Beratungsgespräch mehr als 120 Minuten dauert – was kaum vorkommen dürfte – müssen entsprechend drei Kontakte angegeben werden. Ein Problem kann auch dadurch entstehen, dass in den Erläuterungen des Statistischen Bundesamtes ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass die Dauer eines Beratungsgespräches einschließlich der notwendigen Vor- und Nachbereitungszeit gemessen werden soll. Wenn eine Beratung im persönlichen Gespräch also 50 Minuten in Anspruch genommen hat und für die Vor- und Nachbereitung noch weitere 15 Minuten hinzukommen, dann ergeben sich als Summe 65 Minuten. Zu melden sind in diesem Fall zwei Beratungskontakte.

Kommentar bke:
Die derzeitige Erfassung des Beratungskontaktes mit Vor- und Nachbereitung führt dazu, dass regelhaft ein Beratungsgespräch mit zwei Beratungskontakten gezählt werden muss. Die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung setzt sich dafür ein, dass die Erläuterungen zum Erhebungsbogen so abgeändert werden, dass künftig ein Beratungsgespräch in der Regel auch nur mit einem Kontakt zu zählen ist.

79. Was genau soll als Vor- und Nachbereitung berücksichtigt werden?
Über Ratsuchende liegen in der Regel erste Angaben aus der telefonischen Anmeldung vor. Sie werden von der Beratungsfachkraft in Vorbereitung auf das Gespräch gelesen. Nach dem Gespräch werden die wesentlichen Inhalte in der Beratungsdokumentation festgehalten (Nachbereitung) Diese Aufzeichnungen dienen auch zur Einstellung auf weitere Gespräche (als Vorbereitung). Im Einzelfall kann sich auch die Notwendigkeit ergeben, sich mit der spezifischen Problemlage des Ratsuchenden vertraut zu machen. Das kann dann auch ein Telefonat mit einem Spezialdienst sein oder eine Fachlektüre.

80. Gehört auch die Vorstellung des Beratungsfalls im multidisziplinären Fachteam und eine eventuell wahrgenommene Supervision zu den statistisch zu erfassenden Kontakten?
Grundsätzlich zählen Gespräche mit anderen Fachkräften, die bezogen auf einen jungen Menschen um dessentwillen die Beratung erfolgt geführt werden, zu den erfassungsfähigen Kontakten. In der Bundesstatistik werden jedoch nicht Maßnahmen der Qualitätssicherung berücksichtigt, die – wie die Besprechungen im multidisziplinären Fachteam bzw. Supervisionen – eine angemessene Durchführung der Hilfe gewährleisten sollen. Diese Teile der Hilfeerbringung werden auch bei den anderen Hilfen zur Erziehung statistisch nicht erfasst.

81. Ist die Durchführung einer Psychologischen Untersuchung als Beratungskontakt zu zählen?
Als Kontakt im Rahmen einer Beratung sind alle Leistungen zu erfassen, die für den Ratsuchenden erbracht werden: Beratungsgespräche, Kindertherapien, Testuntersuchungen oder andere zur Problemlösung angezeigte Maßnahmen. Sie müssen nur mehr als dreißig Minuten dauern, um berücksichtigt werden zu können.

82. Wenn der letzte Beratungskontakt mehr als sechs Monate zurückliegt, was ist als Ende der Beratung einzutragen?
Mit der Frage, ob der letzte Beratungskontakt mehr als sechs Monate zurück liegt, wird dem Umstand Rechnung getragen, dass angesichts knapper Beratungskapazitäten Beratungen auch schon beendet werden, wenn üblicherweise noch weitere Gespräche stattgefunden hätten. Den Ratsuchenden wird dann anheim gestellt, die Beratung ggf. doch noch fortzusetzen. In diesen Fällen wird in der Statistik als Ende der Beratung der letzte tatsächliche Beratungskontakt plus sechs Monate angegeben.

83. Wenn der letzte Beratungskontakt mehr als sechs Monate zurückliegt und heute erst die Beratung beendet wird, ergibt sich doch eine überhöhte Beratungsdauer!
Wenn der letzte Beratungskontakt mehr als sechs Monate zurückliegt, soll als Ende der Beratung der letzte tatsächliche Beratungskontakt plus sechs Monate angegeben werden.
Diese Erhebungsweise ist aus technischen Gründen erforderlich. Bei der Auswertung der Daten wird der Sechs-Monats-Zeitraum herausgerechnet, so dass sich keine künstliche Verlängerung des Beratungszeitraums ergibt.

84. Ich möchte die „Sechs-Monate-Regelung“ nicht anwenden. Sie erscheint mir unsinnig. Kann ich nicht die Beratung nach kleinen Einheiten (ein oder zwei Kontakte) beenden und später neue Beratungen melden?
Grundlage der Statistik ist die Leistungserbringung für die Hilfeempfänger. Deshalb ist zu erfassen, wie lange diese Beratung erbracht werden muss und mit welcher Intensität sie erbracht wird. Eine statistische „Stückelung“ von Beratungen ist weder zulässig noch sachgerecht.

120. Kann ein telefonisches Erstgespräch in die Bundesstatistik gemeldet werden?
Im Rahmen der Bundesstatistik ist die Erfassung rein telefonischer Beratung ausgeschlossen. Hier hat sich nichts verändert. Wenn jedoch eine Beratungsstelle ein telefonisches Erstgespräch konzeptionell vorsieht, kann dieses in der Bundesstatistik als Kontakt gezählt werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Erstgespräch durch eine Beratungsfachkraft geführt wird, das Gespräch länger als dreißig Minuten dauert und die Beratung anschließend im persönlichen Gespräch fortgeführt wird. Ein einzelnes telefonisches Erstgespräch, das nicht zu einer weiteren Beratung führt, ist weiterhin nicht zu erfassen.

121. Kann ein telefonischer Kontakt im Rahmen einer persönlichen Beratung gezählt werden?
Wenn im Verlaufe einer persönlichen Beratung ein telefonischer Kontakt mit dem Beratenen erfolgt, so kann dieser nur dann in der Bundesstatistik berücksichtigt werden, wenn er zum einen die inhaltliche Beratung zum Thema hatte und zum anderen mehr als dreißig Minuten in Anspruch genommen hat. In diesem Fall kann das Telefongespräch statistisch als Kontakt gemeldet werden.

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